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Das Schweizer Turnier

Inhalt: • Turnierbeschreibung
• Punktevergabe
• Beispiel-Turnierbogen (Online)
• Download als Word- und Excel-Datei
• Turniersoftware
• Anmerkungen

(Aus Badminton-Sport, 09/86, von Bernd Wessels)

Dieses Turniersystem stellt eine Mischung aus einem Gruppensystem (Jeder gegen Jeden) und dem KO-System dar. Ein richtig durchgeführtes "Schweizer Turnier" stellt sicher, dass

  • alle Spieler die gleiche Anzahl von Sätzen bzw. Spielen austragen.
  • Spieler unterschiedlicher Spielstärke an einem Turnier teilnehmen können (Damen und Herren, Jugendliche und Schüler mit Senioren, spielstarke und spielschwächere Spieler).
  • die meisten Spiele, vor allem gegen Mitte und Ende des Turniers, zwischen Spielern annähernd gleicher Leistungsstärke ausgetragen werden.
  • auch die Spiele zwischen Spielern unterschiedlicher Spielstärke Bedeutung haben, da nicht nur Sieg oder Niederlage, sondern auch das Punkteergebnis eine Rolle spielt.
  • man gegen viele verschiedene Spieler, aber nie zweimal gegen denselben Spieler spielt.
  • nicht alle Spieler gegen alle anderen spielen müssen, so dass eine Rangfolge in kurzer Zeit auszuspielen ist (Spieldauer z.B. bei ca. 25 Spielern und 9 Runden etwa 6 Stunden).

Wichtige Voraussetzung zur Durchführung eines solchen Turniers ist die Mitwirkung eines Turnierleiters, wünschenswert eine durch zwei teilbare Anzahl von Teilnehmern.
Aus den Teilnehmern werden in jeder Spielrunde Paarungen zusammengestellt. Je nach Höhe des Sieges oder der Niederlage werden den Spielern Pluspunkte gutgeschrieben, die von Runde zu Runde aufaddiert werden (siehe Tabellen im Anhang). Die Zahl der Punkte bestimmt die Paarungen der nächsten Spielrunde in der Form, dass man gegen Spieler anzutreten hat, die im bisherigen Spielverlauf ähnlich erfolgreich oder erfolglos abgeschnitten haben, also Spieler des gleichen Spielniveaus.

Um den Spielverlauf für alle erkennbar zu machen, ist das Führen eines Turnierbogens unumgänglich (siehe Beispiel im Anhang). Einzutragen sind die durch Los bestimmte fortlaufende Nummerierung der teilnehmenden Spieler (Nr. Sp) und die Namen der Spieler. Dann folgen pro Spielrunde drei Spalten. Sie enthalten von links nach rechts die laufende Nummer des Gegners (Nr. Gg.) der jeweiligen Runde (1 - x), das erzielte Spielergebnis aus Sicht des Spielers in der jeweiligen Zeile und das daraus abzuleitende aufaddierte Punkteergebnis. (Pk 1-x). Es ist sehr sinnvoll, die drei Spalten pro Runde mit Stiften unterschiedlicher Farbe zu beschriften.

In der ersten Runde spielt Nr. 1 gegen Nr. 2, 3 gegen 4, 5 gegen 6 usw. Für die Spieleinteilung für die weiteren Runden geht man von dem Spieler mit den meisten Punkten aus. Gegner dieses Spielers ist der in der Liste nächste Spieler mit der gleichen oder nächstniedrigen Punktzahl, sofern diese noch nicht gegeneinander gespielt haben. Wenn sie bereits gespielt haben, geht man zum Spieler mit der nächstbesten Punktzahl über. Bleiben am Ende zwei Spieler übrig, die bereits gegeneinander gespielt haben (passiert in den letzten Runden häufiger), dann sind auf dem umgekehrten Weg (beginnend mit der niedrigsten Punktzahl Spieler zu suchen, bis die Paarungen komplett sind. Bei ungerader Anzahl der Teilnehmer setzt in jeder Runde der Spieler mit der niedrigsten Punktzahl (aber jeder nur einmal) aus, erhält aber 3 Pluspunkte. Ist das Turnier abgeschlossen, wird für diese Spieler der Durchschnitt der erzielten Punkte pro Runde ermittelt und der errechnete Wert anstelle der 3 Pluspunkte verrechnet. Sind alle Paarungen festgelegt, beginnt die nächste Spielrunde. Das hört sich etwas kompliziert an, ist aber in der Praxis sehr schnell nachzuvollziehen.

An der rechten Seite des Turnierbogens sind zwei Ergebnisspalten. Die rechte Spalte ist für die abschließende Platzierung gedacht, die linke muss nur benutzt werden, wenn nach der letzten Runde Punktgleichheit herrscht und der direkte Vergleich zwischen den Punktgleichen nicht stattgefunden hat. In diesem Fall werden die erzielten Punkte der Gegner der beiden Punktgleichen addiert. Wer die stärkeren (also punkthöheren) Gegner hatte, ist vorne.

Die ideale Teilnehmerzahl für dieses Turnier liegt nach meinen Erfahrungen bei 10 bis ca. 30 Teilnehmern, wobei bei steigender Teilnehmerzahl mehr Spielrunden (von 6 bis über 12) ausgetragen werden müssen, um ein gerechtes Ergebnis vor allem im Mittelfeld zu erzielen.

Es ist möglich, dieses Turniersystem z.B. als Vorrunde einer Clubmeisterschaft für alle Klassen (Herren A, B, C, Damen A, B, Jugend und Schüler) zu veranstalten, wobei die 4 Erstplatzierten pro Klasse anschließend unter sich im einfachen KO-System die Sieger ermitteln (1 gegen 4, 2 gegen 3).

Das Turnier ist gedacht für die Austragung eines Satzes bis 15 Punkte zuzüglich Verlängerungen. Es kann aber auch mit zwei Sätzen (kein dritter Satz) oder auch zwei Gewinnsätzen (evtl. dritter Satz) ausgetragen werden. Mein Vorschlag für die Punktvergabe steht in den folgenden Tabellen. Dieses Turniersystem ist im Schach und im Fechten in ähnlicher Form bekannt. Dort wird aber generell der Sieger mit einem Punkt, der Verlierer mit keinem Punkt honoriert. Sind alle Teilnehmer annähernd gleich stark wird dadurch der Charakter des KO-Systems sinnvoll unterstrichen. Sind größere Leistungsunterschiede vorhanden, (d.h.: nur die Höhe des Sieges oder der Niederlage ist interessant), ist zum Punktsystem zu raten.

Viel Spaß wünscht Bernd Wessels

TABELLE 1: Punktevergabe für einen Gewinnsatz bis 15 Punkte Nach oben

Spielergebnis Gewinner Verlierer
15 - 0 bis 15 - 3 8 Punkte 0 Punkte
15 - 4 bis 15 - 7 7 Punkte 1 Punkte
15 - 8 bis 15 - 11 6 Punkte 2 Punkte
15 - 12 bis Verlängerung 5 Punkte 3 Punkte

TABELLE 2: Punktevergabe für zwei Sätze bis 15 Punkte (ohne 3. Satz)

Sp.-Ergebn. Punkte Gewinner Verlierer
2 - 0 Sätze +20 bis +30 Punkte 10 Punkte 0 Punkte
2 - 0 Sätze +10 bis +19 Punkte 9 Punkte 1 Punkte
2 - 0 Sätze + 2 bis +19 Punkte 8 Punkte 2 Punkte
1 - 1 Sätze pos. bzw. neg. Punktediff. 6 Punkte 4 Punkte
1 - 1 Sätze ausgeglichene Punktediff. Beide Spieler: 5 Punkte

TABELLE 3: Punktevergabe für zwei Sätze bis 15 Punkte (mit 3. Satz)

Sp.-Ergebn. Punkte Gewinner Verlierer
2 - 0 Sätze +20 bis +30 Punkte 10 Punkte 0 Punkte
2 - 0 Sätze +10 bis +19 Punkte 9 Punkte 1 Punkte
2 - 0 Sätze + 2 bis + 9 Punkte 8 Punkte 2 Punkte
2 - 1 Sätze +10 bis +29 Punkte 7 Punkte 3 Punkte
2 - 1 Sätze -13 bis + 9 Punkte 6 Punkte 4 Punkte

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Beispiel-Turnierbogen (Online): hier klicken....

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Download als Word-Datei sowie Turnierbogen mit Beispiel: hier klicken....

Turnierleitung mit dem Computer (v. Ottmar Krämer-Fuhrmann): hier klicken....

Turniersoftware "Smash" mit dem Schweizer System (v. Sasche Adams): hier klicken....

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Anmerkungen:

Das Schweizer Turnier-System ist eine interessante Alternative zu anderen herkömmlichen Spielsystemen. Eine Rangliste kann präzise ausgespielt werden..
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Bernd Wessels vom BLV NRW, der das Turniersystem beschrieben hat und uns freundlicherweise die Erlaubnis zur Veröffentlichung gab.
Das Turnier wird am besten mit einem Computer durchgeführt. Hier ist die Turniersoftware der oben genannten Software von O. Krämer-Fuhrmann oder von Sascha Adams zu empfehlen. Sollte es noch weitere Software für dieses Turniersystem geben, so lasst es mich bitte wissen: layoutnbv-online.de.
Die Programmierung einer neuen Software könnte auch eine Herausforderung für Excel- oder MS-Access-Programmierer sein.
Sollte es mittlerweile Verbesserungen des Turniersystems geben oder sind noch irgendwelche Fehler in der obigen Turnier-Beschreibung drin, ebenfalls kurze Nachricht an mich.

Heinz Blume

E-Mail an die Redaktion von NBV-Online: webmasternbv-online.de