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BADMINTON - REPORT Niedersachsen  05-2008

Nach Gifhorns Aufstieg in die Bundesliga:

Nachlese zu den Aufstiegsspielen und dem Drumherum

Wie bereits im BRN 04-2008 aktuell berichtet, ist das NBV-Team Gifhorn in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Nach dem 4:4-Unentschieden am 22. März 2008 in Rosenheim folgte am Ostersonntag ein glanzvoller 7:1-Sieg gegen den bayrischen Südvertreter in der voll besetzten Gifhorner OHG-Sporthalle.

An dieser Stelle folgt nun eine Zusammenstellung von verschiedensten ?Rand-Erscheinungen? aus der Gifhorner Aller-Zeitung.

Der Held hat keine Träume mehr
Gifhorns Helmchen holt den fünften Punkt – „Jetzt gibt es nur noch Ziele“ (ums/25.03.08)
Es war im Jahr 1996. Sascha Horatzek holte im Einzel den entscheidenden fünften Punkt gegen Anspach – Gifhorn war erstmalig erstklassig. Ein Bild von Horatzek zierte die Verbandszeitung. Helmchen, damals elf Jahre alt, bekam sie in die Hand – und war fasziniert: „Ich fand’s einfach nur großartig. Genau das wollte ich auch erleben. Das war mein Traum!“ Damals spielte er noch in Northeim, 2003 kam dann der Wechsel ins Gifhorner Regionalliga-Team. Der Offizier der Luftwaffe und Politikstudent arbeitete sich in die Zweitliga-Mannschaft hoch. Längst ist er ein Leistungsträger, hat zudem mit Teamkollegin Astrid Hoffmann auch das private Glück in Gifhorn gefunden. Am Ostersonntag folgte das sportliche. Als ersten Lohn gab’s ein Küsschen von der Freundin. „Ich bin hellauf begeistert. Zumal ich seinen Traum kannte“, so Hoffmann. Doch was hat Held Helmchen jetzt noch für Träume: „Träume habe ich keine mehr. Da ich jetzt weiß, dass sie sich erfüllen können, gibt es nur noch Ziele.“

Roffmanns ganz persönlicher Triumph
Gifhorns Ass setzt den Schlusspunkt hinter eine schwere Saison – Tiefes Tal im November (grö/26.03.08)
Der Aufstiegs-Triumph des NBV-Teams Gifhorn – er war auch ein ganz persönlicher Triumph für Hannes Roffmann. Ein Triumph am Ende einer Saison, in der das Badminton-Ass zunächst ein tiefes Tal durchschreiten musste, und zu dem er für seine Mannschaft den Anfang machte und den Schlusspunkt setzte. Anfang November steht das NBV-Team vor einem richtungsweisenden Doppelspieltag gegen Refrath und Bottrop – ohne Roffmann.

Der 20-Jährige fühlt sich seit Wochen ausgepumpt und schlapp. Der Verdacht: Pfeiffersches Drüsenfieber. „Ich hatte nach meinem Umzug nach Hamburg sieben Mal in der Woche trainiert, war voll im Saft – und dann das.“ Bettruhe statt Badminton-Court, dazu die quälende Ungewissheit. „Ich habe mehrere Blutuntersuchungen gemacht.“ Am Ende die Entwarnung: kein Pfeiffersches Drüsenfieber. Nach sechs Wochen Pause kommt Roffmann langsam wieder in Fahrt, ist zu den Aufstiegsspielen fit. So fit, dass er mit Maurice Niesner das erste Doppel besetzt. „Das ist natürlich eine besondere Verantwortung, der erste Punkt gibt die Richtung vor“, so Roffmann. „Ich war sehr aufgeregt.“ Im Hinspiel in Rosenheim geht der erste Satz 14:21 verloren. Doch Roffmann und Niesner kämpfen, drehen das Match und fahren den ersten Zähler zum späteren 4:4 ein. Tags drauf wiegt die Verantwortung nicht weniger schwer. Wieder geht der erste Satz an Rosenheim. Doch jetzt helfen die Zuschauer. Roffmann: „Ich bin ein Typ, den so ein Publikum pushen kann.“ Erneut drehen die Gifhorner den Spieß um, bringen ihr Team auf die Siegesstraße. „Das Größte, was in meiner bisherigen Karriere passiert ist“, erlebt Roffmann dann als Zuschauer: Jan Patrick Helmchen holt im Einzel den entscheidenden fünften Punkt zum Bundesliga-Aufstieg. Doch Roffmann darf noch einmal ran. „Die Mannschaft hatte nach dem Hinspiel entschieden, dass ich das letzte Herreneinzel spielen sollte.“ Roffmann setzt den Schlusspunkt zum 7:1. Den Schlusspunkt hinter eine Saison mit einem tiefen Tal und einem glanzvollen Gipfel.

Marinello: Tränen im Aufstiegssekt
NBV-Spielerin verlässt Gifhorn (ums/25.03.08)
Als die Fans das NBV-Team feierten, nahm sich Sandra Marinello das Hallen-Mikrofon und bedankte sich im Namen des frisch gebackenen Erstligisten bei den Zuschauern. Was da noch keiner wusste: Es war ihre Abschiedsrede an Gifhorn …

Wenige Minuten später. Ein Glas Aufstiegssekt in der Hand, dazu Tränen in den Augen. Doch bei Marinello flossen sie in diesem Moment nicht aus Freude. „Ich werde Gifhorn verlassen“, so die Nationalspielerin im AZ/WAZ-Gespräch. Eine Entscheidung des Herzens. Keine gegen Gifhorn, sondern eine für die Liebe zu ihrem Freund David Washausen: „Ich hatte hier zwei tolle Jahre. Jetzt steht mein privates Glück im Vordergrund.“ Die Lehramtsstudentin wechselt zum BC Düren: „Dort kann ich gemeinsam mit meinem Freund spielen.“ Der unterstützte Marinello am Ostersonntag vor Ort in Gifhorn. Und Unterstützung konnte Marinello gebrauchen: „Ich werde jedem einzeln meine Entscheidung mitteilen. Wenn alle zusammen sind, schaffe ich das nicht.“ Team, Umfeld, Fans – alles passte. In Gifhorn hatte Marinello ihre sportliche Heimat gefunden. Deshalb sagt sie fast im gleichen Atemzug: „Der Weg zurück ist immer offen. Es ist kein Abschied für immer …“

Rund um den Court
VfL-Fuchs mit dabei (ben/25.03.08)

Auch abseits des Courts war beim Aufstiegsgipfel zwischen dem NBV-Team Gifhorn und dem PTSV Rosenheim einiges los. Neben reichlich Prominenz ließen sich auch die Spieler aus den anderen Mannschaften in der Halle blicken.

Das Aufstiegsfinale wollte sich Klaus Fuchs, Geschäftsführer von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg und Badminton-Experte, nicht entgehen lassen. „Eine tolle Atmosphäre“ bescheinigte Fuchs dem Gifhorner Publikum und versprach daraufhin: „Ich schaue nochmal vorbei.“

„Das ist Ehrensache, dass ich hier bin“, so Bianca Pils, Spielführerin des NBV-Teams Gifhorn II, das in dieser Saison den Meistertitel in der Regionalliga verpasste. „Ich war auch mit ein paar Leuten aus der Zweiten in Rosenheim“, verriet Pils.

Eigentlich schlägt sie mittlerweile für Blau-Weiß Wittorf auf, doch den Aufstieg der alten Kollegen wollte sich Annekatrin Lillie nicht entgehen lassen. Auf der Bank neben dem Court verfolgte sie die Spiele und feuerte ihre ehemaligen Mitspieler an.

Und auch sehr erfreut zeigten sich die Gifhorner Verantwortlichen über den Besuch des LSB-Präsidenten Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach.


red