BADMINTON REPORT Niedersachsen    10-2004
Summer School in Braunlage :
Rekordteilnehmerzahl beim NBV-Kader-Lehrgang
 

O19-Spieler wie Maurice Niesner, der schon mehrere Bundesranglistenturniere gewann, rundeten dieses Teilnehmerfeld nach oben ab. Während Niesner, Poste, Benz und Brun-diers Chefs der Gruppe U17 bis O19 (36) und der Trainer-Fortbildung waren, hatten Bar-denhorst und Krause sich um den ?Nachwuchs? zu kümmern; und ich bin sicher: ?Da schlummern noch einige künftige Topspieler der Zukunft?, freut sich Niesner. Hausherr Eberhard Schrader, seit Jahren Braunlager Badminton-Motor, der dafür verantwortlich zeichnet, dass unser Sport mittlerweile einen hohen Stellenwert im Oberharz genießt, hat-te die Organisation vor Ort im Griff. Er fördert seit Jahren die Talente des Urlaubsortes von Lars Freist bis zu Linea Ruscher (neu im NBV-D1-Kader) und bildet schon wieder noch jüngere Talente zielgerichtet aus. Unsere traditionelle Regenerationsreise am Mitt-woch Nachmittag in das ?Salztal-Paradies? Bad Sachsa absolvierten wir diesmal im Rei-sebus ... und sie kam wieder sehr gut an. Abgerundet wird die gute Infrastruktur für die Summer School in Braunlage durch das verständnisvolle Entgegenkommen von Marlies Schrader, die uns für dieses Trainingslager ihr komplettes ?Haus Dümling? mit Pool und Sauna exklusiv freihält.

Doch nun zu den sportlichen Aktivitäten der Summer School:
Die Philosphie, Talente und Trainer gleichzeitig fortzubilden, ist mittlerweile nicht nur vom NBV, sondern auch vom DBV übernommen worden. ?Ich habe die Idee als SENIOR COACH der EBU Summer School, die ich mit gegründet und zwölf Jahre lang betreute, sehr gut gefunden und übernommen,? zeigt sich Niesner überzeugt. Der Jugend-bundestrainer war wieder dabei, um die DBV-Kaderangehörigen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen zu betreuen und die Jugendkader der Verbände zu sichten. Da Poste sein derzeitiges DBV-U19-Team vom Bundesstützpunkt Köln aus ?fern-steuern? muss, ist er auf die Zusammenarbeit mit den Landes- und Stützpunkt-Trainern angewiesen. Dies gilt besonders für den jetzt dreijährigen Landes-Leistungsstützpunkt Gauß-Gymnasium Braunschweig. Am Ende war Poste nicht nur mit der Entwicklung ?sei-ner? DBV-Schützlinge, sondern auch mit der hervorragenden Mitarbeit aller Teilneh-mer/innen sehr zufrieden. Selbst zehnjährige niedersächsische Talente schafften das ein-wöchige Trainingslager, mit der Technik-Grundausbildung als Hauptthema. Auch die Nachwuchs-Gruppe wurde weiterhin mit den neuen Technik-Begriffen Nullstellung usw. in Theorie und Praxis konfrontiert und übte viel am ?schnellen Start?. Dazu stand das Taktik-training, insbesondere der Doppel-Disziplinen im Vordergrund. Einen besonderen Dank an die Teilnehmer/innen für ihre Disziplin und das Bemühen, partnerschaftlich gemeinsam möglichst stark vom Training zu profitieren. Dabei ist natürlich der Lehrgangsteil: ?TOP hilft Nachwuchs?, bei dem in halbstündigen Einheiten die besseren den jungen Talenten im Individualtraining weitergaben, was sie selbst einst von anderen beigebracht bekamen, ebenfalls ein wesentlicher Eckpunkt der Summer School.

Eine schon traditionelle Abwechslung zum Badminton-Training war wieder einmal die Be-steigung des Wurmbergs am Freitagvormittag. ?Dabei geht es gar nicht so sehr um die sportliche Leistung, sondern vor allem darum, die Lungen mal so richtig mit der guten Harzluft vollzupumpen und das Mittelgebirge so richtig zu erleben. Dass insbesondere ein Großteil der Jungen und erstaunlicher Weise immer mehr Mädels auch hier noch einen sportlichen Wettkampf installierten, wirkte sich keineswegs negativ auf die Leistungen beim Hallentraining aus?, lobt Niesner die positive Annahme dieses Ausgleichstrainings. Auf Wunsch der TeilnehmerInnen gab es wieder das beliebte, traditionelle Summer School T-Shirt, diesmal in weiss von Donald Schulz Sport aus Göttingen.

Abschließend darf ich feststellen, dass sich die Idee der internationalen H. W. Niesner Summer School nicht nur in Niedersachsen, verbunden mit Braunlage, durchgesetzt hat. Vielmehr fand im bayerischen Landshut, in Zusammenarbeit mit dem Post-SV-Badmintonchef Alfons Bachhuber nun bereits die sechste Summer School statt. Darüber hinaus organisierte in diesem Jahr Brigitta Mahr von der RB-Europajugend Gleisdorf im steirischen Bergstädtchen Neumarkt die vierte H. W. Niesner Summer School in Öster-reich. Über 100 Teilnehmer/innen und mehr als 20 Übungsleiter- und Trainer/innen in die-sem Jahr, wenn das kein Erfolg ist. Allesamt immer mit internationaler Beteiligung. Eine gute Idee setzt sich, getragen von engagierten Badminton-Machern immer mehr durch und wird in 2005 vom 14. bis 20. August garantiert ihre Fortsetzung finden. Mein Dank gilt allen Helfern, insbesondere aber dem NBV-Leistungs- (Karl-Heinz Olinski) und Lehraus-schuss (Michael Brundiers) für die reibungslose und hocheffektive Zusammenarbeit, ohne die derartige Kooperation einzeln kaum möglich wären.
Hans Werner Niesner (eB)


Amtliches Mitteilungsblatt des Niedersächsischen Badminton-Verbandes e.V.
Herausgeber: Marketing Gesellschaft
Niedersächsischer Badminton-Verband mbH
Bahndamm 13, 30853 Langenhagen